Ethische Richtlinien

Ingeborg Weser ist Mitglied im niederländischen Psychologenverband (Nederlands Instituut van Psychologen NIP). Damit ist sie an die Berufsordnung und ethischen Richtlinien dieses Verbandes gebunden.
Da die spezifischen Fragen in Bezug auf Berührungsinterventionen nicht Teil dieser Berufsordnung sind, werden im Folgenden diesbezügliche ethische Richtlinien beschrieben, denen sich Ingeborg Weser verpflichtet fühlt:
- Berührungsinterventionen werden nur dann angewendet, wenn die KlientIn dies ausdrücklich befürwortet.
- Sie sind immer psychotherapeutisch motiviert und ausschließlich auf die therapeutischen Bedürfnisse der KlientIn ausgerichtet.
- Sie sind Teil eines psychotherapeutischen Prozesses, der kognitive, emotionale und Verhaltensebenen mit einschließt.
- Sie richten sich unter anderem auf die Förderung von Körperbewusstsein, der Wahrnehmung und des Ausdrucks von Gefühlen, das Erleben von Spannung und Entspannung und der Erfahrung von Bindung und Autonomie.
- Sie können jederzeit durch die KlientIn beendet werden.
- Intimbereiche werden nicht berührt.
- Sowohl die TherapeutIn als auch die KlientIn sind bei der Behandlung bekleidet.
- Gegenübertragungsgefühle werden kontinuierlich von der TherapeutIn reflektiert und gegebenenfalls in Intervision, Supervision oder Eigentherapie bearbeitet.
- Möglicherweise mit therapeutischer Berührung einhergehende Übertragungen, wie Abhängigkeitsgefühle oder sexuelle Gefühle werden psychotherapeutisch auf kognitiven und emotionalen Ebenen bearbeitet. Sie erfordern besondere Sorgfalt im Rahmen des Abstinenzgebots.
- Der therapeutische Rahmen ist so gestaltet, dass die Grenzen zwischen therapeutischer Behandlung und Privatleben unmittelbar deutlich sind.
- Jede Form sexuellen Kontaktes zwischen TherapeutIn und KlientIn (auch wenn die KlientIn die Initiative ergreift) sind sowohl während als auch nach Beendigung des Therapieprozesses aus ethischen und therapeutischen Gründen nicht zugelassen.